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SCHNALL DICH AN, SONST STIRBT EIN EINHORN Buchempfehlung

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Buchempfehlung: SCHNALL DICH AN, SONST STIRBT EIN EINHORN

Ich möchte euch gerne ein Buch empfehlen welches ich mir kürzlich gekauft habe, weil ich etwas gesucht habe um es zu lesen wenn ich mit den Kindern im Garten bin. Da ich auch etwas wollte wo man auch schnell nach Unterbrechungen wieder in den Lesefluss kommt, bei drei Kindern sind Unterbrechungen von vornherein klar.

Doch wieso gerade dieses Buch? Gerade wenn man im Internet unterwegs ist, stößt man immer wieder auf Mütter aber auch Väter die schon wahre Sammlungen von Erziehungsratgebern horten und trotzdem manchmal am verzweifeln sind.Da die Methoden aus eben diesen am Nachwuchs ohne Wirkung verpuffen.

Was die Autoren Johannes Hayers,41 und Felix Achterwinter,42 geschaffen haben ist eine Sammlung von Erziehungstricks die Eltern schon mal in der Realität genau so angewendet haben.Die aber meist fernab waren von dem was so manch gefeierter Pädagoge so für richtig hält. Aber eines haben alle miteinander gemeinsam, sie kamen aus dem Bauch heraus und konnten somit mit einem Überraschungsmoment aufwarten für den verdutzten Nachwuchs. Auch wenn nicht alle Tricks dauerhaft anwendbar sind.

Kommen wir nun zu den Appetithäppchen die Lust aufs lesen machen, es viel mir schwer da eine Auswahl zu treffen, bei all den guten Geschichten bei denen bei einigen kein Auge trocken bleibt.

Die Geschichte von Sarah 39 dürfte bei einigen Eltern ein Deja-vu auslösen wenn auch bei Ihnen das Einkaufen mit Kindern zu einer Mission Impossible mutiert. Gerade wenn man ältere Kinder dabei hat die schon eine ordentliche Dosis Kinderfernsehen mit passender Werbung abbekommen haben. Da scheinen sich wirklich Werbung und Märkte eng abgesprochen zu haben, den diese Dinge stehen dann unheimlich gerne im Kassenbereich. Da kann man die restliche Tour im Markt gut hinter sich gebracht haben, da lauert so kurz vor dem Ausgang das größte Konfliktpotenzial. Da finde ich Sarahs Bodenoffensive super. Mutter schmeißt sich einfach mit hin und tobt rum wie das Kind. Welches in diesem Fall schlagartig ruhig wurde und beschämt weg sah. Ja auch unsere Kinder können Scham empfinden. Es wird im Buch allerdings empfohlen es nicht direkt im Supermarkt um die Ecke zu machen um nicht Gefahr zu laufen das genau in dem Moment der Chef vor einem steht.

Und welche Mutter ärgert sich nicht wenn sie das Essen fertig hat und die lieben Kinder anscheinend vorübergehend ihr Hörvermögen verloren haben wenn man sie Ruft. Ich mag zu bezweifeln das selbst das was in der Werbung funktioniert „Miracoli“ oder „Fruchtzwerge“ einen anderen Effekt hätte. Mutter Ellie 47 hat da einen Trick ausprobiert, der gerade bei der neuen Generation Smartphone anscheinend gut funktioniert. Es wurde von ihr erst ein Bild mit dem vollen Teller an den Sproß geschickt und dann eins mit leeren Teller mit der Bemerkung es ist nichts mehr da. Als der Junge sich dann in der Küche einfand und meinte sie könnte ihn doch nicht verhungern lassen erwiederte sie nur „Ja Digitales ist halt nicht eßbar“.

Wem das zu drastisch ist findet auch noch ein Bingo aus pädagogisch- moralisch- gesellschafts- kritischen Worten. Wenn ihr es erst nochmal weniger radikal versuchen wollt könnt ihr euch die passenden Sätze basteln.

Grandios fand ich auch die Geschichte von Victoria 39, sie wurde mit der Ur Angst aller Eltern konfrontiert. Ihr Sohn hatte neue „coole“ Freunde. Sie bekam ein Gespräch mit in dem es ganz klar darum ging das die Kids, auch ihr Sohn, an einem Fahrrad Diebstahl beteiligt waren. Sie ist Verlagsangestellte und besorgte sich eine Seite der Lokalzeitung die sie dann einscannte und einen eigenen Artikel über Fahrraddiebe auf der Flucht nach denen gefahndet wurde einfügte. Der gesuchte Dieb passte identisch auf ihren Sohn. Er verfehlte nicht seine Wirkung. Der Sohn bekam totale Panik und verspricht sich nicht mehr mit den „coolen“ Freunden zu treffen.

Die vorgestellten Geschichten sind grob zusammengefasst, da es sonst den Rahmen sprengen würde.

Das Buch ist wie gesagt kein pädagogischer Ratgeber, doch trotzdem tut es eins, den Eltern Mut machen wirklich wieder mehr auf sein Bauchgefühl zuhören. Kinder sind in ihrem tun echt und sie merken ob sie als Reaktion darauf ein eingeübtes Verhalten bekommen oder eines was auch echt und aus der Situation heraus ist und das ist oft wirksamer.

Ganz klar Lesenswert!
Erschienen ist es im rororo – Verlag
ISBN 978-3-499-62872-6
Liebe Grüße

Desiree

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Autor:

Ich bin noch 31 Jahre. Dreifache Mama. Von Beruf bin ich Krankenschwester. Und habe angefangen hier Hobby mäßig zu bloggen.

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